Riester

RiesterDie sogenannte Riester-Rente war es, die den gelernten Fliesenleger aus Kaufbeuren, Walter Riester, in aller Munde brachte. Der Politiker war 1993-98 zweiter Vorsitzender der Industriegewerkschaft Metall und dann von 1998 bis zum Jahr 2002 Bundesminister für Arbeit und Soziales. Im Rahmen der letzteren Position sorgte seine Arbeit dafür, dass sein Name nicht so schnell in Vergessenheit geraten wird.

Das Ziel der sogenannten Riester-Rente war die Förderung der freiwilligen Altersvorsorge gewesen, die durch eine Altersvorsorgezulage realisiert werden sollte. Der Grund: die Reform der gesetzlichen Rentenversicherung im Jahre 2000 bzw. 2001. Hier sollte das Nettorentenniveau der typischen sozialversicherungspflichtig Beschäftigten nach 45 Jahren Einzahlung von 70% auf 67% reduziert werden.

Nach einem eher zögerlichen Anlaufen der Riester-Renten-Möglichkeiten setzt sich nun langsam die Erkenntnis durch, dass aufgrund mangelnder finanziell interessanter Alternativen die Riester-Rente bisher unterschätzt wurde. Bis Mitte des Jahres 2006 wurden immerhin ca. 6,8 Millionen Verträge nach dem Riester-Modell vereinbart.